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Was ich über Smart Home wissen sollte

Beratungsgespräch für Bauherren und Planer für den Smart Home Bereich
Dezember 1, 2022
Hast du schon Erfahrung mit dem Bereich Smart Home? Hier findest du die wichtigsten Infos für den Start in dein smartes Zuhause!

Sicher hat jeder das Wort Smart Home schon einmal gehört und hat ein Bild davon vor Augen. Oft jedoch höre ich:

„Ich brauche keinen Ofen, der mit mir redet“,
„Smart Home ist viel zu teuer“ oder
„Ich brauche keine Technik, die das für mich regelt. Ich mache das selbst“.

Dabei macht es sehr viel Sinn, sich näher damit zu beschäftigen und zu prüfen, welchen Nutzen man daraus ziehen kann.

Gerne möchte ich daher noch einmal eine gemeinsame Basis schaffen, was sich hinter Smart Home eigentlich verbirgt und welche Vorteile der Einsatz mit sich bringen kann.   

Definition Smart Home

Laut Duden handelt es sich bei Smart Home erst einmal um „eine Wohnumgebung, in der Beleuchtung, Heizung, Haushaltsgeräte u. Ä. elektronisch, insbesondere mittels Smartphone steuerbar sind“.
Interessant an dieser Definition ist, dass sie verdeutlicht, dass ein Smart Home nicht zwangsweise ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung sein muss, sondern in jeder Wohnumgebung z.B. auch Mietwohnung, Wohnwagen, Gartenhaus genutzt werden kann.

Allerdings wird die Ergänzung „insbesondere mittels Smartphone“ meiner Meinung nach jedoch den Steuerungsmöglichkeiten nicht gerecht, denn abgesehen davon, dass eine Steuerung natürlich auch über Sprache oder Taster erfolgen kann, benötigt Smart Home inzwischen oft gar keine personelle (An-)Steuerung mehr, sondern erfolgt – nach initialer Programmierung – automatisch nach einem vordefiniertem Schema.

Schauen wir uns einmal genauer an, in welchen Bereichen, welchen Systemen und Geräte und aus welchem Grund smart gestaltet werden können.

Verschiedene Bereiche

Die Bereiche lassen sich einmal nach dem Einsatzbereich (z.B. Beleuchtung) und nach dem Ort (z.B. Wohnzimmer) kategorisieren: Grob lassen diese wie folgt einteilen:

Einsatzbereich:

  • Licht (Beleuchtung, Rollladen, Markisen)
  • Zutritt / Barrierefreiheit
  • Sicherheit
  • Heizung / Klima / Temperatur
  • Energie
  • Multimedia
  • Haushaltsgeräte, elektrische Geräte
  • Bewässerung
  • Information/Erinnerung
  • Steuerung / Sprachassistent

Ort:

  • Bad / Sanitärbereich
  • Flur/ Eingangsbereich / Tür
  • Küche / Essbereich
  • Wohnräume
  • Schlafzimmer
  • Kinderzimmer/ Spielbereiche
  • Büro
  • Gästezimmer
  • Hobby oder Themenräume, z.B. Bastelzimmer
  • Ankleidezimmer
  • Kellerbereich
  • Werkstatt
  • Garage
  • Lagerraum
  • Waschküche
  • Garten / Gartenhaus /Hochbeete
  • Einfahrt/Vorgarten 

Alleine die Kombination aus Einsatzbereichen und Einsatzorten lässt – ohne die vertiefte Berücksichtigung von Technik – daher eine riesige Vielzahl an Umsetzungsoptionen zu.

Vorteile der Smart Home Nutzung

Von Zeitersparnis (ganz getreu dem Loxone Motto „jede Schalterbetätigung kostet Zeit“) bis hin zum Komfort an der Haustür, die wir mit dem Fingerprint öffnen können! Bei Smart Home gilt „für jeden Topf gibt es einen Deckel“! Während Smart Home für die einen eine Frage von Luxus bzw. Komfort ist, geht es anderen eher um Einsparung, Sicherheit und Barrierefreiheit. Tatsächlich bietet Smart Home eine Mischung aus allen oben genannten Punkten:

Folgende Vorteile einer Smart Home Nutzung lassen sich grob kategorisieren:

  • Einsparung / Energieeffizienz
    z.B. durch Fensterkontakte, Heizungsregler und Beleuchtungssensoren
  • Komfort / Zeitersparnis
    z.B. durch zeitgesteuerte Lampen, automatisch öffnende Jalousien oder Erinnerungsmeldungen
  • Sicherheit
    z.B. durch Überwachungskameras, Präsenzsimulationen oder Brandmeldeanlagen, Sprachassistenten
  • Barrierefreiheit
    z.B. durch automatische Türöffnungen, Absturzerkennung oder Alltagshelfer z.B. für Personen mit Problemen wie ADHS oder Demenz

Wer Smart Home also als reine Spielerei abtut, unterschätzt gerade im Bereich Sicherheit und Barrierefreiheit die Vorteile, die Hausautomatisierung mit sich bringt. Daher ist es wichtig, die Entscheidung für oder gegen ein System nicht nur in Abhängigkeit der aktuellen Anforderungen zu machen, sondern auch einmal zu überlegen, wie der Alltag in einigen Jahren aussehen könnte.

Kosten für dein Smart Home System

Grob lässt sich Smart Home in kabelgebundene und funkbasierte Systeme unterteilen. Beides hat seine Vor- und Nachteile und muss immer in den individuellen Fällen bewertet werden. Ferner gibt es auch im Bereich der funkbasierten Systeme verschiedene technische Möglichkeiten. So kann ich z.B. eine Lampe über eine smarte Glühbirne, einen smarten Zwischenstecker oder durch ein hinter dem Schalter verbautes Relais steuern. So vielfältig wie die technischen Einsatzmöglichkeiten sind, so unterschiedlich sind auch die Kosten, die der Einsatz mit sich bringt. So kann ich zum Beispiel eine smarte Anwesenheitssimulation für Urlaub- oder andere Abwesenheitsphasen schon für unter 30 Euro mit einem smarten Zwischenstecker lösen.

Jeder spricht eine andere Sprache

Die Smart Home Welt spricht viele Sprachen und es gibt viele Anbieter, die geschlossene Systeme haben: Diese lassen sich nicht oder mindestens nicht ohne einen großen Mehraufwand mit anderen Systemen verknüpfen. Damit will ich euch ans Herz legen, dass ihr euch, bevor ihr die ersten Komponenten kauft, mit dem Thema auseinandersetzt oder einen qualifizierte Smart Home-Berater oder -Planer sucht, der euch bei der Produktauswahl unterstützt und euch die passenden Möglichkeiten aufzeigt. Der Frust kommt nämlich meist dann, wenn man versucht mehrere Systeme miteinander zu verbinden oder über einen Sprachassistenten zu steuern. 


(Kurzer Exkurs: Immer wieder hört man in diesem Zusammenhang von Matter! Matter ist ein neuer Standard, welcher es vereinfachen soll, Geräte herstellerübergreifend zu verknüpfen. Aktuell ist dies jedoch am Markt noch nicht erprobt und auch noch nicht alle Hersteller haben die Kompatibilität mit Matter bestätigt. Es bleibt also abzuwarten.)

Fazit

Smart Home ist vielfältig und wird daher langfristig sicher in den meisten Häusern in irgendeiner Form Einzug finden. Es ist also wichtig, sich zumindest grob mit den Einsatzmöglichkeiten und Vorteilen auseinanderzusetzen, um die einzelnen Möglichkeiten für sich abzuwägen. Wer sich den Tag im Smart Home immer noch nicht vorstellen kann, dem haben wir einmal ein paar – zugegebener Weise teilweise überspitzte – Beispiele durchgespielt Ein typischer Tag im Smart Home.

Übersicht

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